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Trauer

Ich habe es endlich geschafft, ein paar Fotos hochzuladen -
sichtbar unter .Erste Bilder aus Ecuador

01.09.06

Es ist seltsam, an was ich mich erinnere... nicht eben froehliche Momente. Eher im Gegenteil - Momente der Melancholie, des Truebsinns... aber ich war zu Hause. Ich konnte selbst entscheiden, wann ich was tue...
Mir kommen die Traenen...ich will mit Juli Carcassonne spielen, ich will mit Toffer kreischend auf dem Fahrrad durch die Stadt fahren, ich will auf einem abgewetzten Sofa im Contrast sitzen, in zerissenen Klamotten und meinen Stiefeln, und ein Bier trinken, ich will mich bei Daniela ausheulen und einen Milchkaffee mit Zimt und Kakao trinken, ich will mit Uli ins Kino gehen, ich will... ich weiss nicht...
Meine Schrift verschwimmt vor meinen Augen...
Ich will umarmt werden, von jemandem, den ich liebe... ich will die Tuer schliessen koennen und heulen, bis ich schlafe oder keine Traenen mehr kommen... ich will nicht die Endgueltigkeit eines Jahres vor mir wissen...
...als wir von el trabajo (der Arbeit) zurueckkommen, kommen mir wieder fast die Traenen - diesmal allerdings aus Ergriffenheit... Juli hat mir ein Gedicht geschrieben... ein wunderschoenes, trauriges, optimistisches Gedicht... es ist ein wunderbares Gefuehl, die Gedanken seiner Freunde bei sich zu wissen... danke! Das sind Momente, in denen zeitliche und raeumliche Distanz schrumpft und unwichtig wird...

Julis Gedicht (vom 25.08.06):

"Fuer meine kleine allerliebste Marie"

Auf zum Ende des Regenbogens
Jag deinen Traeumen hinterher
Auf neuen Wegen
Lass frische Spuren zurueck
Setzte Zeichen
Und hinterlass kleine Wunder
Fuer diejenigen
Die nicht so viel Mut besitzen
Um ihnen einen kleinen Teil deiner Erfahrungen zu schenken
Und ihnen ein Laecheln zu schenken


Heute fahren wir zur Schule, in die Stadt, nach Hause, zu einem Schuhgeschaeft, zu einem anderen Schuhgeschaeft...
Ergebnis: Ich bin um knapp 120 Dollar aermer und "stolze" Besitzerin einer (fast) kompletten Schuluniform...
Ich kann es nicht lassen, Rock und Jacke anzuziehen und vor meinem Badezimmerspiegel zu posieren... ich sehe mein Spiegelbild skeptisch an und verbanne die Klamotten danach vorerst wieder in die Plastiktueten.
Der Kuehlschrank ist fast leer, somit stellt uns die Mutter vor die Wahl: pollo y patas o hambuergesas? (Huhn mit Pommes oder Hamburger)
Rodrigo will Hamburger, Juan Andrés Huhn, mir ist es egal - wir holen beides. Ich entscheide mich fuer Hambuergesa von einem kleinen 1 Frau - Strassenstand. "Estan muy ricos" (= Sie sind sehr lecker), verspricht meine Gastmutter und dank frischem Salat und frischer Zubereitung kann sogar ich als Gruen-Futter-Fanatikerin dem zustimmen.
Jetzt die uebliche abendliche Szenerie: Ich sitze auf dem Sofa und schreibe oder lese; Juan Andrés rennt laermend durch den Flur, macht manchmal Halt neben mir auf dem Sofa, um dem Disney Channel seine sprunghafte Aufmerksamkeit zu widmen oder quaelt die Katze; aus dem Elternschlafzimmer klingen gedaempft die Stimmen eines anderen Fernsehers und Rodrigo legt das Kabel fuer den Internetanschluss aus
9.9.06 00:09
 


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